4-12-1 Louise-Francoise

Louise Françoise de Bourbon

(03/1669 - 23.02.1672)



Das erste Kind, das Madame de Montespan dem Sonnenkönig gebar, war eine Tochter, die im März des Jahres 1669 in einem kleinen Haus zwischen dem Louvre und den Tuilerien das Licht der Welt erblickte.
Diese Geburt und die Existenz des Mädchens mussten geheim gehalten werden, denn Athénaïs war eine verheiratete Frau und ihr Ehemann hätte gesetzlich einen Anspruch auf das Kind.
König Louis XIV., der leibliche Vater, beschloss daher, die Existenz von Louise Françoise zu verbergen.

Anfangs wurde das Mädchen Mademoiselle des Œillets, einer Kammerfrau von Madame de Montespan und eine spätere Geliebte des Königs, anvertraut, kam jedoch nur wenige Wochen später in die Obhut von Madame Scarron, der späteren Madame de Maintenon und Athénaïs' Freundin.
Der König selbst sah dieses Kind niemals, erhielt jedoch regelmäßig von Madame Scarron Bericht über die Kleine.

Im Februar 1672 litt das Mädchen plötzlich unter hohem Fieber, Koliken und schlimmsten Kopfschmerzen.
Madame Scarron informierte umgehend die Eltern und bat diese, einen Hofarzt zu schicken.
Für Louis XIV. war es jedoch nicht möglich, die notwendigen Maßnahmen zu treffen - für ein Kind, das offiziell gar nicht existierte.
Louise Françoise de Bourbon starb schließlich am 23.02.1672, kurz vor ihrem 3. Geburtstag, unter schrecklichen Schmerzen. Offenbar litt die Kleine unter einem Abzess im Ohr.

 

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