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Louis XIV
Le Roi Soleil ~ Der Sonnenkönig

(05.09.1638 - 01.09.1715)

Louis XIV 1667



« Unsere Untertanen, mein Sohn, sind unser wahrer Reichtum. »


Louis kam am 05.09.1638 im Schloss Saint-Germain-en-Laye als erster Sohn des französischen Königspaares Louis XIII und Anna von Österreich zur Welt. Nach dem Ausbleiben eines Thronfolgers seit über 20 Jahren wurde die Geburt des langersehnten Dauphins als ein Geschenk Gottes gefeiert - der kleine Dauphin erhielt daher auch den Beinamen "Dieudonné" (dt.: der Gottgegebene).
Die Thronfolge war nunmehr gesichert, denn bis dahin befürchtete man 
Gaston d’Orléans, den Bruder des Königs, als neuen Thronfolger.
Zwei Jahre später gebar Königin Anne am 21.09.1640 ihren zweiten Sohn, 
Philippe I. de Bourbon, Duc d'Orléans.

 

Mit dem Tod seines Vaters am 14.05.1643 wurde Louis, erst vierjährig, als Louis XIV. König von Frankreich. Die Regentschaft bis zu Louis’ 13. Geburtstag, übernahm jedoch vorerst die Mutter Anna von Österreich. Die Königinmutter und ihr Minister Kardinal Mazarin bereiteten den kleinen Louis konsequent auf seine Rolle als absolutistischer Herrscher vor und beteiligten ihn Schritt für Schritt an der Macht.
Anna, die man nur als spanische Habsburgerin und Ausländerin sah, wurde für ihren Sohn zur überzeugten Französin und kämpfte wie eine Löwin für die absolute Macht des kleinen Königs.

Kaum wurde der Dreißigjährige Krieg erfolgreich beendet, sah man sich schlimmen innerpolitischen Konflikten ausgesetzt: 1648 brach die Fronde aus, die ein offener Bürgerkrieg des Pariser Parlaments und der Prinzen von Geblüt gegen die Politik des königlichen Absolutismus war. Die Minderjährigkeit des Königs nahm man hier als Anlass zur Revolte, aber auch die Macht des Italieners Mazarin auf den König. Allerdings ging es den Prinzen wohl eher darum, dass der Kardinal sie konsequent von jeder Macht ausschloss. Dies nahm man ihm übel.
Die Parlamente erhofften sich, ihre Privilegien gegenüber der Krone auszubauen.

Die Fronde scheiterte schließlich im Jahre 1652, 1654 flauten die restlichen Unruhen ab. Die Fronde-Jahre waren dem jungen König jedoch eine Lehre und später sollte er daraus seine Konsequenzen ziehen...

1651 wurde der 13-jährige Louis XIV für volljährig erklärt, übertrug jedoch die Macht erwartungsgemäß an Mazarin und nicht an einen Prinzen aus dem Königshaus.
1654 fand in Reims Louis’ Krönung und Salbung statt.

Innenpolitisch endlich gesichert, konnte nun der Krieg gegen den Nachbarn Spanien intensiviert werden.
Louis’ Mutter, Anna von Österreich, war eine spanische Prinzessin, allerdings scheute sie sich nicht, zum Wohle Frankreichs Krieg gegen ihren Bruder 
Philippe IV. von Spanien zu führen, zumal die Frondeure Unterstützung von Spanien erhalten hatten.
Als endlich Frieden geschlossen werden konnte, bot König Philippe IV. seine Tochter 
Maria Theresia von Spanien als Braut für Louis XIV. an.
Am 06.06.1660 traf Louis im Rahmen der Friedensverhandlungen zwischen Frankreich und Spanien - der sogenannte Pyrenäenfrieden beendete den lang andauernden Krieg zwischen beiden Ländern - auf der Fasaneninsel im Fluss Bidasoa zum ersten Mal auf seine zukünftige Braut.
Die streng und religiös erzogene Maria Theresia war die Tochter des spanischen Königs Philippe IV. und der Königin 
Isabella von Bourbon.
Da Philippe IV. der Bruder von Louis’ Mutter Anna war und Isabella de Bourbon die Schwester von Louis’ Vater Louis XIII., war Louis XIV. selbst sowohl mütterlicherseits, als auch  väterlicherseits der Cousin seiner Braut.

Am 09.06.1660 wurde in Saint-Jean-de-Luz die Hochzeit zwischen dem jungen französischen König und der spanischen Infantin gefeiert.
Maria Theresia verzichtete auf ihr Erbrecht an der spanischen Krone, gegen eine Mitgift von 500.000 Goldtalern - eine für die Spanier unerschwingliche Summe, die daher nie ausgezahlt werden konnte, was jedoch dazu führte, dass Louis’ Gattin die älteste, erbberechtigte Tochter des spanischen Königshauses blieb.
Maria Theresia von Spanien wurde in Frankreich Marie-Thérèse d'Autriche genannt. Dieser Titel verwies auf ihre habsburgische Abstammung - bei Louis’ Mutter wurde damals ebenso verfahren.

Louis XIV. selbst wollte diese Hochzeit nicht, da er zu dieser Zeit heftig in Maria Mancini (1639-1715), eine Nichte des Kardinal Mazarin, verliebt war und auf eine Verbindung mit ihr hoffte. Maria Mancini war die erste große Liebe
von Louis und hatte großen Einfluss auf ihn.
Durch sie gelang es ihm, sich ein wenig von seiner Mutter und dem Kardinal zu lösen und Gefallen an der Literatur zu finden.
Der Kardinal und Anna von Österreich konnten jedoch eine solche Verbindung nicht zulassen und schließlich siegte Louis’ Sinn für sein Reich und seine Pflichten als König.

Am 09.03.1661 starb Kardinal Mazarin. Da er Louis ausgezeichnet in der Kunst der Staatsführung unterrichtete, war der 22-jährige König gut auf sein Amt vorbereitet. Louis beschloss daher, fortan allein zu regieren und keinen neuen
Premierminister mehr zu benötigen.
Fälschlicherweise vermutete man, dass dies nur eine Phase sei, doch der König bewies das Gegenteil und entließ sämtliche Minister aus ihren Ämtern.

Am 01.11.1661 brachte Königin Maria Theresia bereits ihr erstes Kind zur Welt: den "Grand Dauphin" Louis de Bourbon, Dauphin de Viennois (1661-1711).
Er sollte das einzige Kind der beiden sein, das das Erwachsenenalter erreicht.
Nach dem Dauphin folgten noch drei Prinzessinnen und zwei Prinzen, die jedoch alle im Kindesalter verstarben:

- Anne Elisabeth (18.11.1662-30.12.1662)
- Marie Anne (16.11.1664-26.12.1664)
- Marie Thérèse (02.01.1667-01.03.1672)
- Philippe Charles (05.08.1668-10.07.1671), Herzog von Anjou
- Louis François (14.06.1672-04.11.1672), Herzog von Anjou

Louis XIV verschaffte sich schnell Respekt in Europa. Er machte klar, dass er nicht die Absicht hatte ein schwacher König zu sein. Er beeindruckte jedoch nicht nur mit Eroberungen, sondern auch mit prächtigen Barock-Festen, die seine Macht und Reichtum zur Schau stellten. Schon bald machten es sich die anderen europäischen Höfe zur Mode, den Lebensstil des französischen Monarchen nachzuahmen. Die Ära des "Sonnenkönigs" hatte begonnen.

Am 20.01.1666 starb die Königinmutter, die jahrelang an Brustkrebs litt. Als Louis XIV nach dem Tod Mazarins im Jahre 1661 die Regierungsgeschäfte selbst übernahm, hatte sich Anna nach und nach vom Hof ins Kloster Val-de-Grâce zurückgezogen.
Sie und Louis hatten stets ein inniges Verhältnis zueinander. Louis rechnete ihr hoch an, dass sie einst alles einsetzte, um seinen Thron zu sichern.

Nachdem im Jahr 1665 König Philippe IV. von Spanien, Louis’ Schwiegervater, gestorben war, machte Louis das Erbrecht seiner Gemahlin geltend, so dass es nach einer Absage Spaniens 1667 zum Devolutionskrieg kam.
Louis’ Truppenmacht war einzigartig und der Sieg schien zum Greifen nahe, als ihm plötzlich Holland, Frankreichs Verbündeter, in den Rücken fiel. Louis musste zurückstecken und Abstriche in seinen Forderungen machen. Er verzieh Holland diesen Verrat nicht und beschloss, Holland zu bestrafen.
Durch Bündnisse mit England und Schweden zerstörte er Hollands Allianz mit diesen beiden Ländern. Weitere Bündnisse mit benachbarten Fürsten führten schließlich dazu, dass Holland nunmehr außenpolitisch und militärisch völlig isoliert war. Anschließend erklärten Frankreich und England den Krieg gegen Holland (= Holländischer Krieg, 1672-1678).

Louis XIV. wollte tatsächlich nur ein Exempel statuieren und zudem den Konkurrenten Spanien provozieren.
Und so wie es Louis plante, stiegen nun auch Spanien und der römisch-deutsche Kaiser in den Krieg ein. Doch der Übermacht und der Kampfstärke der frz. Truppen waren die Gegner nicht gewachsen, Frankreich gewann den Krieg 1678.

Louis war allerdings nicht ganz zufrieden, da er Frankreichs Grenzen nicht so erweitern konnte, wie er vorhatte. Und so behielt er auch nach dem Krieg die volle Kampfstärke weiter unter Waffen und nutzte sie für weitere Eroberungen: 1681 Elsass, 1683 Luxemburg, 1684 das Kurfürstentum Pfalz, weiterhin große Teile Flanderns.
Spanien protestierte heftig und erklärte noch 1683 den Krieg, doch kein anderer Staat war mehr bereit, die Waffen gegen Frankreich zu richten.

Am 07.03.1680 wurde Louis’ Sohn, der "Grand Dauphin", in Châlons-sur-Marne mit der deutschen Prinzessin Marie Anne von Bayern verheiratet. Die Dauphine brachte drei Söhne zur Welt:

• Louis de Bourbon, Duc de Bourgogne (1682-1712), Vater des späteren Königs Louis XV.
• Philippe de Bourbon, Duc d’Anjou (1683-1746), ab 1700 als Philippe V. König von Spanien
• 
Charles de Bourbon, Duc de Berry, d’Alencon, d’Angoulême (1686-1714)

Die frz. Thronfolge war damit auch in den nachfolgenden Generationen ausreichend gesichert.

Louis’ politische und militärische Übermacht war erdrückend: Frankreich war die dominierende Seemacht geworden, die Wirtschaft florierte und ganz Europa ahmte Frankreichs Kultur nach.
Auch innenpolitisch expandierte der König, indem er 1681 seine Kontrolle über die französische Staatskirche ausbaute und sich alle kirchlichen Privilegien übertragen ließ.
Der Papst, der erheblich in seiner Macht eingeschränkt wurde, verweigerte seine Zustimmung verständlicherweise, und erst Jahre später sollte hier Kompromiss gefunden werden.
Weiterhin nahm sich Louis XIV. die Religion in seinem Land vor und plante die Vereinigung der Religion - nur ein katholisches Frankreich bedeutete für ihn ein einheitliches und stabiles Frankreich. Durch diesen Entschluss wurde das tolerante Edikt von Nantes (Henri IV., 1598) aufgehoben. Hugenottische Kirchen wurden zerstört, protestantische Schulen geschlossen und von 1685 bis 1730 flohen etwa 200.000 Hugenotten ins Ausland - was Frankreichs Ansehen bei den protestantischen Staaten Europas schadete.

Am 30.07.1683 verstarb Louis’ Gattin, Königin Maria Theresia. Sie litt an einem Abszess in ihrer Achselhöhle und die damals üblichen Aderlässe schwächten ihren Körper so sehr, dass sie sich nicht mehr davon erholte.
Louis, obwohl jahrelang untreu, trauerte aufrichtig um den Verlust seiner Frau.

Nach Maria Theresias Tod heiratete er im Oktober 1683 in morganatischer geheimer Ehe Françoise d’Aubigné, Marquise de Maintenon (1635-1719), seine langjährige Mätresse.

Da die Thronfolge in Spanien noch immer nicht geklärt war, wurde sie rasch wieder zum Hauptthema an Europas Königshöfen, zumal der spanische König Carlos II. (1661-1700), schwach und krank, unfähig war, einen Erben zu zeugen.
Doch neben den frz. Bourbonen, machten auch die deutschen Habsburger ihren Erbanspruch geltend: auch Kaiser Leopold I. (1640-1705) hatte eine Tochter Philippes IV. von Spanien geheiratet. Zwar hatte Louis mit Maria Theresia von Spanien die ältere der beiden zur Frau. Leopold I. war allerdings der Meinung, Spanien müsse im Besitz der Habsburger bleiben.
Also handelte Louis XIV. - unter Berücksichtigung der Bedenken der anderen europäischen Staaten, dass die Mächtekonstellation Europas erschüttert würde, wenn einer der beiden Spanien erobere - mit England einen Teilungsvertrag aus.
Danach sollte der bayerische Prinz Joseph-Ferdinand (1692-1699), der ein Urenkel Philippes IV. war, Spanien bekommen und die restlichen europäischen Besitzungen Spaniens zwischen Louis und Leopold aufgeteilt werden. Kaiser Leopold akzeptierte, doch Spanien lehnte jede Teilung des Reiches ab und beschloss stattdessen, den bayerischen Prinzen als Universalerben für alle Ländereien einzusetzen.
Der frühe Tod des bayerischen Prinzen am 06.02.1699 ließ diesen Plan jedoch scheitern.
Nach einem missglückten 2. Teilungsvertrag, entschied sich König Carlos II. von Spanien im Jahr 1700 - kurz vor seinem Tod - plötzlich doch für Frankreich und setzte Philippe, Duc d’Anjou (1683-1746), den zweiten Sohn des französischen Dauphins und Enkel Louis’ XIV., als Universalerben ein.
Louis XIV. erkannte das Testament von Carlos II. an und akzeptierte das spanische Erbe - wohlwissend, dass Kaiser Leopold I. Frankreich den Krieg erklären würde.
Philippe d’Anjou wurde somit als Philippe V. König von Spanien und so endete die jahrhundertelange Herrschaft der Habsburger in Spanien.

Durch die Übermacht Frankreichs fühlten sich die anderen europäischen Staaten jedoch bedroht und so vereinigten sich nun England und Holland mit Kaiser Leopold I. (= die Große Allianz) zum Kampf gegen Louis XIV.
Frankreich und Spanien wurden in diesem Spanischen Erbfolgekrieg (1702-1713) von Portugal, Savoyen und Bayern unterstützt.
Frankreichs Ziele waren zum einen hauptsächlich die Durchsetzung Philippes V. als spanischen König, und zum anderen, weitere Eroberungen.
Der Krieg brachte jedoch weder auf der einen, noch auf der anderen Seite ein Vorankommen, vielmehr sorgte er dafür, dass die Kriegsparteien nahezu vor dem Ruin standen.
England schloss daher 1713 Frieden mit Frankreich, 1714 folgte der allgemeine Frieden zwischen allen Parteien. Louis' Enkel blieb König von Spanien und behielt die Kolonien. Frankreich erreichte damit zwar sein Hauptziel, musste allerdings auf fast jede militärische Eroberung verzichten.

Louis begann nun, sich hauptsächlich um die Erholung der Staatsfinanzen zu kümmern, denn die Kriege der vergangenen Jahre rissen tiefe Löcher in den Finanzhaushalt.


Die Thronfolge in Gefahr...


Während des Spanischen Erbfolgekrieges durchlitt der alte König mehrere familiäre Schicksalsschläge. Die französische Thronfolge war mit seinem Sohn, den Enkeln und Ur-Enkeln mehr als gesichert. Doch in den Jahren 1711 bis 1714 verstarben nahezu sämtliche legitime Erben:

Der Grand Dauphin erkrankte im Frühjahr 1711 heftig an den Pocken und starb nur kurze Zeit darauf, am 14.04.1711 - ein herber Verlust für Louis XIV. und das Volk, wurde im Grand Dauphin doch ein großer zukünftiger König gesehen.
Die Dauphine Marie Anne selbst war bereits am 20.04.1690 gestorben.

Das neue Thronfolgepaar war nun Louis de Bourbon, der älteste Sohn des Grand Dauphin und Enkel Louis’ XIV., und Marie-Adélaïde de Savoie, die Großnichte des Sonnenkönigs. Marie-Adélaïde gebar drei Söhne:

• Louis, 1. Duc de Bretagne (1704-1705)
- Louis, 2. Duc de Bretagne (1707-1712)
- Louis, Duc d’Anjou (1710-1774), ab 1715 als 
Louis XV. König von Frankreich

1712 ging jedoch eine schreckliche Masern-/Scharlach-Epidemie um, die auch die Königliche Familie erreichte:
Am 12.02.1712 erlag die junge Dauphine Marie-Adélaïde dieser Krankheit.
Bereits am 18.02.1712, nur wenige Tage nach seiner Gattin, starb der Dauphin Louis de Bourbon, der seit dem Tod seines Vaters der Hoffnungsträger der französischen Monarchie war.
Am 08.03.1712 erlag auch der kleine Duc de Bretagne dieser Erkrankung.

Neuer Dauphin de France wurde damit schlagartig der erst 1710 geborene Louis d’Anjou, der Ur-Enkel von Louis XIV.

Der zweite Enkel Louis’ XIV, Philippe d’Anjou, wurde bekanntlich 1713 als Philippe V., König von Spanien, bestätigt, musste dafür jedoch für sich und seine Nachkommen auf alle Ansprüche hinsichtlich der französischen Thronfolge verzichten.
Damit rückte der dritte Enkel des Sonnenkönigs, Charles de Berry, nach der Erkrankungswelle 1711/1712 an die zweite Stelle in der französischen Thronfolge (hinter den kleinen Louis d’Anjou).
Doch Charles de Berry stürzte 1714 bei der Jagd vom Pferd und erlag wenig später, am 05.05.1714, seinen schweren Verletzungen.

Die drei Kinder aus Charles' Ehe mit Marie Louise Élisabeth d'Orléans - eine Tochter von Philippe II. de Bourbon, Duc d’Orléans (später Regent von Frankreich), und Françoise Marie de Bourbon, Mademoiselle de Blois (illegitime Tochter Louis’ XIV und der Madame de Montespan) - starben jeweils bereits kurz nach der Geburt.

Somit waren im Jahre 1714 bis auf den kleinen, vierjährigen Louis d’Anjou alle legitimen Erben des Sonnenkönigs verstorben - einer der Gründe, weshalb der König seine illegitimen Söhne kurze Zeit später legitimierte und in den Rang der Prinzen von Geblüt erhob, wonach sie im Falle des Ablebens von Louis d’Anjou sogar ein Anrecht auf den Thron hatten.

König Louis XIV. starb am 01.09.1715.
Sein Erbe wurde der erst fünfjährige Louis d’Anjou als König Louis XV.
In seinem Testament übertrug Louis XIV. die Regierungsgewalt bis zur Volljährigkeit des neuen Königs auf seinen Neffen, Philippe II. de Bourbon, dem Duc d’Orléans, der damit Regent von Frankreich wurde.


Louis XIV. gilt als klassischer Vertreter des höfischen Absolutismus. Er hatte das französische Territorium wie kein anderer seiner Vorgänger vergrößert.
Frankreich war der mächtigste Staat Europas, galt als kulturelles Zentrum und war eines der wohlhabendsten Staaten Europas. Die Hofkultur wurde ganz auf die Person des Herrschers zugeschnitten. Zum Symbol für dessen herausragende Stellung wurde sein prunkvolles Auftreten.
Das Volk jedoch nahm dem Sonnenkönig die harten Jahre während des Spanischen Erbfolgekrieges sehr übel und so freute man sich nach über 70 Jahren Herrschaft allgemein über Louis’ Ableben.

König Louis XIV. wurde in der von ihm geschaffenen "Krypta der Bourbonen" in der Basilika St.-Denis beigesetzt.
1793 wurde sein bis dahin sehr gut erhaltener Körper zusammen mit denen der anderen französischen Könige von Revolutionären stark beschädigt.



Sonstige Informationen zu Louis XIV:


             

 

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